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Doç. Dr. Serkan SürücüTermin vereinbaren

Fraktur nach Hüftprothese

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Kurze Antwort

Eine periprothetische Fraktur ist ein Knochenbruch um ein orthopädisches Implantat oder in dessen Nähe. Diese Seite behandelt Brüche nach einer Hüft-Totalendoprothese am Oberschenkelknochen und seltener an der Hüftpfanne. Sie sind selten, aber eine ernste Komplikation, die meist operiert werden muss. Ein Bruch kann während der Operation entstehen, die meisten treten jedoch Jahre später nach einem Sturz auf.

Fraktur nach Hüftprothese

Was ist eine periprothetische Fraktur?

Eine periprothetische Fraktur ist ein Knochenbruch um ein orthopädisches Implantat oder in dessen Nähe. Diese Seite behandelt periprothetische Frakturen, die nach einer Hüft-Totalendoprothese am Oberschenkelknochen (Femur) und seltener an der Hüftpfanne (Azetabulum) entstehen. Sie sind selten, aber eine ernste Komplikation, die meist eine Operation erfordert.

Ein Bruch kann auch während der Operation entstehen; die meisten treten jedoch Jahre nach dem Gelenkersatz infolge eines Sturzes auf. Die Patienten sind oft älter, haben eine geringere Knochenqualität und Begleiterkrankungen, was die Behandlung erschweren kann. Zu anderen Hüftproblemen finden Sie Informationen auf der Seite Hüfte.

Wie entsteht sie? Risikofaktoren

Brüche um ein Implantat entstehen am häufigsten nach einem Sturz; auch Schläge auf die Hüftaußenseite und Hochrasanztraumata wie Verkehrsunfälle können sie verursachen. Ob es zu einem Bruch kommt, hängt von der Festigkeit des Knochens und vom Zustand des Implantats ab.

  • Umstände, die das Sturzrisiko erhöhen: Muskelschwäche, Gleichgewichts- und Sehstörungen sowie Medikamente, die Schwindel verursachen.
  • Umstände, die den Knochen schwächen: Osteoporose und Knochenabbau um das Implantat (Osteolyse).
  • Eine Lockerung des Prothesenschafts im Laufe der Zeit; sie begünstigt einen Bruch und beeinflusst zugleich die Behandlung.
  • Umstände, die die Verbindung zwischen Knochen und Implantat stören, etwa eine Infektion einer Gelenkprothese.

Lage und Einteilung des Bruchs

Die meisten periprothetischen Frakturen entstehen um den im Oberschenkelknochen verankerten Prothesenschaft; Brüche um die Hüftpfanne sind seltener. Die drei wichtigsten Fragen für die Behandlungsentscheidung sind die Lage des Bruchs im Verhältnis zum Schaft, ob der Prothesenschaft fest verankert oder gelockert ist und wie gut der umgebende Knochen ist.

Diese drei Faktoren bestimmen, ob der Bruch nur fixiert werden muss oder ob auch die Prothese gewechselt werden muss. Deshalb werden in der Bildgebung sowohl der Bruch als auch die vorhandene Prothese genau beurteilt.

Zur Beschreibung periprothetischer Femurfrakturen wird häufig die Vancouver-Klassifikation verwendet. Dieses System ordnet den Bruch grob nach seiner Lage im Verhältnis zur Schaftspitze, danach, ob der Schaft fest sitzt oder gelockert ist, und nach dem umgebenden Knochenbestand ein. Ziel ist eine vergleichbare Sprache und ein einheitlicher Behandlungsplan für dieselbe Patientengruppe.

Beschwerden

Brüche um ein Implantat verursachen meist deutliche und starke Beschwerden; in den meisten Fällen ist die Diagnose schon im Moment der Verletzung offensichtlich.

  • Plötzliche, starke Schmerzen in Hüfte oder Oberschenkel und die Unfähigkeit, das Bein zu belasten.
  • Schwellung und Bluterguss in der Region.
  • Verkürzung, Abknickung oder Fehlstellung des Beins.
  • In manchen Fällen mit gelockerter Prothese bereits vor dem Bruch anhaltende Oberschenkelschmerzen und ein sich verschlechterndes Gangbild.

Notfallabklärung und Diagnose

Da diese Brüche sehr schmerzhaft sind, kommen die Patienten meist in die Notaufnahme. Die Abklärung beschränkt sich nicht auf den Knochen: Der Patient wird als Ganzes betrachtet, die Ursache des Sturzes wird untersucht, und Durchblutung und Nerven des Beins werden überprüft.

Das Röntgenbild zeigt Becken, Hüfte und Oberschenkel und das Verhältnis des Bruchs zur Prothese; die CT ermöglicht bei Bedarf eine dreidimensionale Beurteilung. Besteht neben dem Bruch der Verdacht auf eine Lockerung der Prothese oder eine Infektion, wird dies mit zusätzlichen Untersuchungen abgeklärt. Vor der Operation wird der allgemeine Gesundheitszustand beurteilt.

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Die große Mehrheit der periprothetischen Hüftfrakturen muss operiert werden. Das Verfahren richtet sich nach der Lage des Bruchs, der Knochenqualität und vor allem danach, ob der Prothesenschaft fest verankert oder gelockert ist.

  • Offene Reposition und innere Fixation: Ist der Schaft fest verankert und stabil, werden die Knochenfragmente mit Platte, Schrauben und Cerclagen (Drahtseilen) fixiert und bei Bedarf mit einem Knochentransplantat unterstützt.
  • Prothesenwechsel (Revisionsarthroplastik): Ist der Schaft gelockert, wird das vorhandene Implantat entfernt und meist eine neue Prothese mit längerem Schaft eingesetzt; geschwächte Knochenbereiche können mit einem Transplantat unterstützt werden.
  • Kombiniertes Vorgehen: In manchen Fällen werden Bruchfixation und Prothesenwechsel gemeinsam durchgeführt.

Heilung und Rehabilitation

Die Heilungsdauer hängt von der Bruchform, der durchgeführten Operation und der Knochenqualität des Patienten ab. Ob und wann das Bein belastet werden darf, wird schrittweise nach der Fixation des Bruchs und dem Zustand der Prothese gemäß dem Plan des Arztes festgelegt.

Die Physiotherapie beginnt früh und zielt darauf ab, sicheres Gehen, Muskelkraft und Gleichgewicht wiederherzustellen. Auch der Schutz vor Blutgerinnseln infolge der Bewegungseinschränkung ist Teil des Plans; allgemeine Informationen dazu bietet die Seite tiefe Venenthrombose.

Vorbeugung

Bei Patienten mit Prothese lässt sich ein Teil der periprothetischen Frakturen verhindern, indem das Sturzrisiko und die Knochenschwäche verringert werden. Regelmäßige Kontrollen helfen, Probleme wie Lockerung und Knochenabbau früh zu erkennen.

  • Sturzgefahren in der Wohnung verringern, geeignetes Schuhwerk tragen und bei Bedarf einen Gehstock benutzen.
  • Knochengesundheit erhalten: Untersuchung auf Osteoporose und deren Behandlung, ausreichend Kalzium und Vitamin D.
  • Regelmäßige Übungen zur Verbesserung von Muskelkraft und Gleichgewicht sowie regelmäßige Kontrollen der Prothese.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Bei einer Hüfte mit Prothese sind manche Beschwerden ein Notfall, andere erfordern eine frühzeitige Abklärung.

  • Bestehen nach einem Sturz starke Schmerzen in Hüfte oder Oberschenkel, kann das Bein nicht belastet werden oder ist es verkürzt und fehlgestellt, gehen Sie sofort in die Notaufnahme.
  • Auch ohne Bruch sollten stetig zunehmende Oberschenkelschmerzen oder ein sich verschlechterndes Gangbild bei einer Hüfte mit Prothese auf eine Lockerung hin abgeklärt werden.
  • Beschwerden wie Fieber, Wundsekretion oder eine einseitige Wadenschwellung sollten auf eine Infektion oder ein Blutgerinnsel hin abgeklärt werden.

Zur Abklärung von Brüchen und Komplikationen nach einem Gelenkersatz können Sie Kontakt mit Assoc. Prof. Dr. Serkan Sürücü aufnehmen; außerdem können Sie sich über die weiteren Erkrankungen informieren, die im Bereich der Hüftchirurgie behandelt werden.

Quellen und weiterführende Literatur

Ausgewählte Quellen, die bei der Erstellung dieser Seite verwendet wurden:

  1. Total Hip Replacement — AAOS OrthoInfo
  2. Hip Fractures — AAOS OrthoInfo
  3. Fractures — MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine)
Häufig gestellte Fragen

Klare und verständliche Orientierung für Patienten

Hier finden Sie klare, verständliche Informationen, die auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind und Unklarheiten zu häufigen medizinischen Fragen ausräumen.

Eine periprothetische Fraktur ist ein Knochenbruch um ein orthopädisches Implantat. Nach einer Hüftprothese tritt sie am häufigsten um den im Oberschenkelknochen verankerten Prothesenschaft auf. Sie ist selten, aber eine ernste Komplikation, die meist operiert werden muss; typischerweise entsteht sie Jahre nach dem Gelenkersatz infolge eines Sturzes.

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